NPD

Karte Aktivitäten der NPD Unterbezirke in Niedersachsen

Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD)

Im Herbst/Winter 2010 hatten NPD und Deutschen Volksunion (DVU) beschlossen zum Jahresbeginn 2011 zu fusionieren. Die neue „geeinte Rechte“ mit dem Namen „NPD – die Volksunion“ sollte die stärkste neonazistische Partei Deutschlands werden. Die Fusion scheiterte jedoch daran, dass die DVU-Verantwortlichen gar nicht befugt waren, einen Vereinigungsvertrag mit der NPD-Führung auszuhandeln(taz vom 27.1.2011).

Die NPD ist derzeit in den Landtagen Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens sowie in mehreren Kommunalparlamenten in Niedersachsen vertreten. Sie hat drei Unterorganisationen: die Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), die Frauenorganisation Ring Nationaler Frauen (RNF) und eine Studentengruppe mit dem Namen Nationaler Hochschulbund (NHB). Die NPD verfügt zudem über einen eigenen Ordnungsdienst (OD), der bundesweit Aufmärsche und andere Veranstaltungen von Neonazis sichern und für ein diszipliniertes Auftreten sorgen soll. Die monatliche erscheinende Zeitung Deutsche Stimme wird ebenfalls von der NPD herausgegeben.

Auf der Karte eingezeichnet sind die offiziellen Gliederungen der NPD in Niedersachsen:

In Braunschweig, Emsland/ Grafschaft Bentheim, Gifhorn/ Wolfsburg, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Mittelweser, Oberweser, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Ostfriesland/Friesland bestehen Unterbezirke der NPD. In Goslar und Osterode gibt es Kreisverbände und in Oldenburg, Westerstede und Wilhelmshaven bestehen Kreisbereiche. Sogenannte Stützpunkte hat die NPD in Aurich/Emden, Delmenhorst, Friesland/Wittmund, Leer und Nienburg.

Die „weißen Flecken“ auf der Landkarte bedeuten nicht, dass dort keine NPD-Mitglieder leben und aktiv sind, das bedeutet nur, dass es dort keine organisierten Strukturen der NPD gibt. Ein Blick auf die anderen Karten zeigt zudem, dass dort dann eben andere neonazistische Gruppierungen präsenter sind.